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Ludger Heeke
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Fax 0251 200 73 05

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Alle Hinweise unserer Homepage dienen der unverbindlichen Information. Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie bitte ausschließlich den Technischen Merkblättern.

 

 

 

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* Anwendungsfehler
beim Ölen und Lasieren *

 * Anwendungs-Tips  *   
 

Leinos Naturöle - Tipps zur Anwendung 1.) Beachten Sie bitte die empfohlenen Verbrauchsangaben.
i.d.R. 60- 80 ml /qm
Die Verbrauchsmengen können nach Material, Oberfläche und
Schliff stark differenzieren.
Wichtig für Imprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl) ist:
 - genügend Öl ins System zu bringen
   (deshalb "nass-in-nass" und die Farbe jeweils gut verstreichen)
 - das Öl darf nicht filmbildend auftrocknen
   (deshalb nicht aufgesogenes Öl nach 15 -20 Min mit einem nicht
   fusselnden Lappen  aufnehmen)

   pdf-Anleitung

Die benötigten Mengen beziehen sich auf den ersten Auftrag bei normalen Oberflächen. Die Verarbeitungstemperatur sollte 15 C unterschreiten. Die Werkzeuge bei öligen Produkten reinigen Sie bitte mit LEINOS 200 Verdünnung, bzw. bei wässrigen Produkten mit 930 Pflanzenseife und Wasser.

2.) Achten Sie bei der Trocknung für genügend frische Luft.
Alle Systeme trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff. Vorteilhaft ist immer Luftbewegung, Unter Umständen Ventilator aufstellen. Bei zuwenig Luftzufuhr kann der Untergrund nicht trocknen und es kommt zum "Kleben" oder zur "Geruchsbildung" auf Grund von Trocknungsstörungen.
Die Verarbeitungstemperatur sollte mehr als 15 C betragen. Achten Sie in der kalten Jahreszeit also sowohl auf genügend Wärme als auch auf genügend Frischluft.

3.) Sorgen Sie für ausreichende Grundierung im Untergrund.
Vor einer Weiterbehandlung muss immer, wie oben beschrieben, ausreichend grundiert und die Erstbehandlung gut durchgetrocknet sein. 
Mangelhafter Untergrund zieht das Bindemittel in die Tiefe. Ein Film ohne Bindemittel kann kein Schutz vor Abrieb und Wasser bieten.

Übrigens: nach der Behandlung benötigt das System eine Ruhephase zum Abbinden. Planen Sie genügend Trocknungszeit ein..

Sicherheit:
Bei trocknenden Ölen besteht unter Sauerstoffausschluss die Gefahr der Selbstentzündung. Deshalb Lappen, mit denen Öle, Lacke oder Wachse aufgenommen wurden in Wasser tränken oder unter Aufsicht Lappen ausgebreitet austrocknen lassen. Leinos Produkte sind ohne toxische Inhaltsstoffe und können i.d.R. ausgetrocknet im Hausmüll entsorgt werden

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HARTÖLE

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    Nass-in-nass    

 Grundsätzlich alle Flächen zunächst reinigen,
 (nicht zu fein) schleifen und entstauben.

 "Nass-in-nass"  wird insbesondere bei Grundierungen empfohlen:

 Grundieröl innen   220
 Holzgrund außen   150
 Teak-Öl   223,
 Naturöl außen 236
 Hartöl   240,
 Hartöl-hell Profi 241 
 Holzöl-weiß 
 Holzöl-bernstein



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1.)  Die Grundierung satt mit Flächenstreicher auftragen, kann aber auch durch tauchen oder spritzen verarbeitet werden.
  
2.)  Nach bereits  5- 15 Minuten  auf die trockenen Stellen (an denen das Öl eingezogen ist) erneut Öl aufgetragen
             
3.)  Nach weiteren 15- 20 Minuten den nicht-eingezogenen Überstand (den filmbildenen- glänzenden Überstand) ganzflächig verteilen; zuviel Öl mit einem nicht - fusselnden Lappen aufnehmen (keine Papiertücher verwenden).                             

Das Öl darf nicht glänzend auftrocknen, da ansonsten die Gefahr des  Nachklebens besteht
(Zuwenig Öl bietet kaum Schutz gegen Kratzer und Wasser.)
Für gute Sauerstoffzufuhr sorgen, da alle Öle oxidativ, d.h. durch   
Reaktion mit Sauerstoff trocknen.   Am Besten: Querlüften!                

Zur erneuten Behandlung können Sie das nicht-getrocknete Öl betreten.

Nach ca. 18- 24 Stunden ist das Öl matt aufgetrocknet.
Für besonders strapazierfähige Oberflächen eventuell leicht zwischen schleifen, um die aufgerichteten Holzhäärchen abzubrechen, und einmal "dünn" (evtl. nur mit Lappen) nachbehandeln.

Leinos Klassiker Hartöl und Hartöl-SpezialAls
Nachbehandlung
ist das Hartöl- Spezial am Besten geeignet.
Der Verbrauch ist äußerst gering mit nur 20-25 ml /qm.
Spezial ist leicht filmbildend und kann samtglänzend aufpoliert werden.
Es ist als Finish entwickelt und bietet besonderen Schutz sowohl gegen mechanische Belastung (Fußboden, Treppen etc) als auch gegen Wasser (Küchenarbeitsplatte etc).
Spezial dürfen Sie "dünn" beliebig häufig wiederholen.

-> Geölte Oberflächen unbedingt die ersten Wochen schonen, weder nass reinigen noch stark beanspruchen. Eventuell nach 3- 6 Monaten einmal dünn nachölen, da Holz und Korkoberflächen  in den ersten Monaten u.U. stark "nachsaugen". 


Fehlerbehandlung:

Fehler entstehen durch mangelhafte Trocknung, i.d.R. verursacht durch fehlenden Sauerstoff (Innenteile von Schränken, geschlossene Fenster) bzw. durch "zuwenig" oder "zuviel" Ölauftrag. Weitere Gründe können sein: zu geringe Verarbeitungstemperatur, ungleiche Oberflächen, zu rauer Schliff, mangelnde Grundierung, mangelnde Trocknung.

"Vergrauung" und stark Wasser-/ Schmutzziehende Flächen sind ein Zeichen für zuwenig Öl,
oder aber falsche Reinigungsmittel wie Neutralseife, Schmierseife, Haushaltsreiniger und/oder Microfaser.
Deshalb, wir empfehlen ausschließlich unsere Pflanzenseife plus Bodenmilch.

>ZUWENIG, d.h. matte, wasserziehende Oberflächen, Vergrauung
 zunächst reinigen und schleifen. Danach mit Hartöl oder Holzöl neu "nass-in-nass" ölen und nach ca 15 Minuten den Überstand abnehmen!! Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.

>Mangelnde Abriebfestigkeit, "Orangenhaut", Vergrauung.
Bei zu geringer Grundierung saugt das Bindemittel der Endbeschichtung zu stark in den Untergrund; einige Harze, Pigmente und Wachse bleiben damit ungebunden in der Oberfläche. Solche Flächen sind weder Wasser- noch Abriebfest, sie vergrauen und sind schmutzanfällig. Auch hier mit Pflanzenseife reinigen, mit Wasser neutralisieren, leicht anschleifen und danach mit Hartöl "nass-in-nass" nacharbeiten - unbedingt nach ca 15 Min den Überstand abnehmen!!
Nach Durchtrocknung ggfs. dünn mit Hartöl-Spezial schlussbehandeln. (Unter Umständen reicht die alleinige Nacharbeitung mit Hartöl; wichtig ist es, Öl in den Untergrund zu bringen). Für Frischluft sorgen.

>ZUVIEL, d.h. mangelnde Trocknung, glänzende oder klebende
Oberflächen

- stellenweise nur schwach glänzende Oberflächen unter Umständen nur einmal mit Pflegeöl erneut dünn mit einem Lappen auftragen, direkt mit einem Pad intensiv in allen Richtungen sehr gut einmassieren. Im Anschluss mit Stofftuch, Ölsaugtuch oder Filzpad die Oberfläche restlos trocken reiben.
Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
Wichtig ist das polieren längere Zeit mit einer Poliermaschine, also nicht einmal drüber,  sondern gut in allen Richtungen einmassieren.

>ZUVIEL, d.h. scheckige, ungleichmäßige Oberflächen
Insbesondere gegen das Licht geschaut, findet man scheckige, ungleichmäßig aufgesaugte Oberflächen. Ursache sind ungleichmäßiger Auftrag, ungleichmäßiges Saugverhalten, kein Überstand abgenommen. Der Fehler liegt im Erstauftrag. Ohne Zwischentrocknung naß-in-naß arbeiten: oelen und sehr gut in allen Richtungen das Oel ausstreichen, direkt Überstand abnehmen, erneut dünn oelen und nach Möglichkeit mit Poliermaschine (weißes Pad) längere Zeit gut aufpolieren. Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
ALTERNATIV hat sich auch die Oelwäsche bewährt.
1.)) Pflegeöl auftragen und mit Schleifgitter 120er gut aufpolieren (besser Schleifgitter als ein schwarzes Pad verwenden)
2.)) Überstand abnehmen und nach 20 -30 Min erneut Pflegeöl auftragen und mit weißem Pad aufpolieren.


> Behandlung Korkparkett
Kork hat ein völlig anderes Saugverhalten und ist sehr unterschiedlich. Erstauftrag SATT mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und in allen Richtungen gut ausstreichen. Ausnahmsweise kein Überstand aufnehmen. Nach Trocknung DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und in allen Richtungen gut ausstreichen. Überstand aufnehmen.

Öle trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff! Deshalb immer für reichlich Frischluft sorgen!

TROCKNUNG IST EXTREM ABHÄNGIG VOM SAUERSTOFF-GEHALT UND DEN TEMPERATUREN
Das "Anziehen" der Imprägnierung dauert i.d.R. innerhalb eines Gebäudes bei 20 C ca 15 -20 Minuten:
Außen gestrichen bei 25 -30 C kann die Trockenzeit bereits auf 5 Minuten reduziert, umgekehrt bei
niedrigem Sauerstoffgehalt (geschlossene Räume) und niedrigen Temperaturen extrem lange.
Eine Behandlung mit Pad entwickelt Wärme und führt zur schnelleren Trocknung.
INNERHALB DIESER TROCKNUNGSZEIT muss bei Hartöl, Grundieröl, Holzöl, Objektöl und Hartwachsöl
der Überstand nach jeden Arbeitsgang mit einem Lappen (das nicht aufgesogene Oel) abgenommen werden.

PROFI- ÖLE
Objektöl   +++   Hartwachs- Öl

Profi - Öle verhalten sich anders im Auftragen als die bekannten Ölimprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl, Teaköl). Deshalb beachten Sie hier unbedingt zuvor die Technischen Merkblätter. Die Profi - Öle nur dünn auftragen, z.B. mit einer Mohairrolle,  den Überstand gleichmäßig abnehmen, sonst besteht die Gefahr der "Schlieren"- Bildung.  Objektöl bzw. Hartwachsöl neigen weniger zum Kleben, d.h. ein nur sehr dünner Überstand trocknet auf.  Bei Schlieren oder ungleichmäßigen Auftrag ggfs. neu auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren.

Es empfiehlt sich die maschinelle Verarbeitung, Dünn auftragen mit  Rolle, nach ca. 15 Min. Überstand aufnehmen und mit grünem Pad einmassieren. Nach 16 Std. erneut dünn auftragen und mit weißem Pad polieren.

Bei der manuellen Verarbeitung sparsam mit Rolle auftragen und anschließend länger und sehr gut mit Rolle vertreiben. Ebenfalls gut trocknen lassen und nach ca. 16 Std. erneut dünn auftragen und mit Rolle gut und gleichmäßig ausrollen.

 

    Folgeschäden

> Spak, Stockflecken, schwarze Stippen
Ursache ist eindringende Feuchtigkeit. Ursache beheben, (z.B. undichtes Dach, Leitungsrohr etc abdichten) evt. mit Alkohol Sporen bekämpfen. Holz abtrocknen lassen, schleifen und neu mit Holzgrund, Naturöl außen  oder Hartöl behandeln.

> Flecken
Leinos 930 Pflanzenseife stark konzentriert (1:5) anwenden (evtl. kurz einwirken lassen) Geben Sie die Seife direkt auf ein Scheuerschwämmchen und reinigen Sie in Maserrichtung. Mit klarem Wasser mehrfach nachspülen und zuletzt trocken reiben.

> Kratzer
Leinos 245 Spezial einreiben und mit Scheuerschwämmchen oder feinem Nassschleifpapier nass in Richtung der Holzmaserung einschleifen. (Den entstehenden schmutzigen Überstand mit Lappen aufnehmen) Für matt geölte Oberflächen kann 240 Hartöl verwendet werden.

> Vergrauung
Vergrauung entsteht durch zuwenig Öl. Entweder ist das Öl auf Grund geringer Grundierung in den Untergrund gewandert, oder durch falsche Reinigungsmittel abgenutzt worden. Oberfläche mit Leinos 930 reinigen, mit Wasser neutralisieren und trocken reiben. Anschleifen und mit Leinos 245 Spezial nachbehandeln. Sehr matte, ausgetrocknete Untergründe mit gröberem Papier anschleifen und zunächst mit Leinos 240 Hartöl "nass-in-nass" grundieren.

> Ungleicher Glanzgrad
Manche Untergründe saugen das Öl unterschiedlich stark auf oder (insbesondere Buche) saugt gerne nach einer Ruhephase erneut Öl aus der Oberfläche nach. Gfs. kurz fein anschleifen und mit 245 Hartöl Spezial dünn nachbehandeln und gut ausstreichen.

> Schlierenbildung
Grundieröl, Hartöl und Holzöl können bei ungünstigen Untergründen bei Blickrichtung gegen das Licht "Schlieren" bilden.
Oberfläche neu anschleifen und satt mit Ölimprägnierung "nass-in-nass" behandeln, nach 20 Min. Überstand vollständig abnehmen.
Alternativ ist auch die Variante, nach dem anschleifen Objektöl
auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren,
Beachten Sie, die Schlieren befinden sich im Untergrund, deshalb verstärken alle weiteren Aufträge die Schlierenoptik, wenn nicht das Hauptaugenmerk auf den Untergrund gelegt wird.

> Wachsflächen
Leinos 340 Flüssigwachs einreiben und nach 4- 12 Std. kräftig auspolieren

> Korkparkett
Korkparkett hat eine sehr große und unterschiedliche Saugfähigkeit. Eine empfohlene Behandlung ist der dreifache Auftrag mit 240 Hartöl. Nach dem 2en und 3ten Auftrag nach 20 Minuten den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils ca. 12 Stunden zwischentrocknen lassen.

Neue Pinsel:  vor Gebrauch Pinsel heiß auswaschen;
Haarige Pinsel:  über Schmirgelpapier ausstreifen.
Ein letzter Tipp: Naturmaterialien, egal ob Fußbodenverlegung, Holzbehandlung oder Wandanstriche verarbeitet man bei Tageslicht. Beleuchtung mit einer notdürftigen Glühbirne erschweren die Arbeiten
und ... "gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit". 

 

Alle Angaben sind nur informativ! Vor jeder Anwendung müssen Vorversuche durchgeführt werden. Rechtsgültige Angaben entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Angaben.

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