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* Anwendungsfehler
beim Ölen und Lasieren *
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Anwendungs-Tips *
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1.) Beachten Sie bitte die empfohlenen
Verbrauchsangaben.
i.d.R. 60- 80 ml /qm
Die Verbrauchsmengen können nach Material, Oberfläche und
Schliff stark differenzieren.
Wichtig für Imprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl) ist:
- genügend Öl ins System zu bringen
(deshalb "nass-in-nass" und die Farbe
jeweils gut verstreichen)
- das Öl darf nicht filmbildend auftrocknen
(deshalb nicht aufgesogenes Öl nach 15 -20 Min mit einem nicht
fusselnden Lappen aufnehmen)
pdf-Anleitung |
Die benötigten Mengen beziehen sich auf den ersten Auftrag bei normalen Oberflächen. Die Verarbeitungstemperatur sollte 15 C
unterschreiten.
Die Werkzeuge bei öligen Produkten reinigen Sie bitte mit LEINOS 200 Verdünnung,
bzw. bei wässrigen Produkten mit 930 Pflanzenseife und Wasser.
2.) Achten Sie
bei der Trocknung für genügend frische
Luft.
Alle Systeme
trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff. Vorteilhaft ist immer Luftbewegung,
Unter Umständen Ventilator aufstellen.
Bei zuwenig Luftzufuhr kann der Untergrund nicht trocknen und es kommt
zum "Kleben" oder zur "Geruchsbildung" auf Grund von Trocknungsstörungen.
Die Verarbeitungstemperatur sollte mehr als 15 C betragen. Achten
Sie in der kalten Jahreszeit also sowohl auf genügend Wärme als
auch auf genügend Frischluft.
3.)
Sorgen Sie für ausreichende Grundierung im
Untergrund.
Vor einer
Weiterbehandlung muss immer, wie oben beschrieben, ausreichend
grundiert und die Erstbehandlung gut durchgetrocknet sein.
Mangelhafter Untergrund zieht das Bindemittel in die Tiefe. Ein
Film
ohne Bindemittel kann kein Schutz vor Abrieb und Wasser bieten.
Übrigens: nach der Behandlung benötigt das System eine Ruhephase
zum Abbinden. Planen Sie genügend Trocknungszeit ein..
Sicherheit:
Bei trocknenden Ölen besteht unter Sauerstoffausschluss die
Gefahr der Selbstentzündung. Deshalb Lappen, mit denen Öle,
Lacke oder Wachse aufgenommen wurden in Wasser tränken oder unter
Aufsicht Lappen ausgebreitet austrocknen lassen.
Leinos Produkte sind ohne toxische Inhaltsstoffe und können
i.d.R. ausgetrocknet im
Hausmüll entsorgt werden
LEINOS
HARTÖLE
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Nass-in-nass
Grundsätzlich alle Flächen zunächst reinigen,
(nicht zu fein) schleifen und entstauben.
"Nass-in-nass" wird insbesondere bei Grundierungen
empfohlen:
Grundieröl innen 220
Holzgrund außen 150
Teak-Öl 223,
Naturöl außen 236
Hartöl 240,
Hartöl-hell Profi 241
Holzöl-weiß
Holzöl-bernstein |

top geschützt mit Leinos und greenline
Naturfarben |
1.) Die
Grundierung satt mit Flächenstreicher
auftragen, kann aber auch durch tauchen oder spritzen verarbeitet werden.
2.) Nach bereits 5- 15 Minuten auf die trockenen Stellen (an denen das Öl eingezogen ist) erneut Öl aufgetragen !
3.)
Nach weiteren 15- 20 Minuten den nicht-eingezogenen
Überstand (den filmbildenen- glänzenden Überstand)
ganzflächig verteilen; zuviel Öl mit einem nicht - fusselnden
Lappen aufnehmen (keine Papiertücher verwenden).
Das Öl darf nicht glänzend auftrocknen, da ansonsten die Gefahr
des Nachklebens besteht!
(Zuwenig Öl bietet kaum Schutz gegen Kratzer und Wasser.)
Für gute Sauerstoffzufuhr sorgen, da
alle Öle oxidativ, d.h. durch
Reaktion mit Sauerstoff trocknen. Am Besten: Querlüften!
Zur erneuten Behandlung können Sie
das nicht-getrocknete Öl betreten.
Nach ca. 18- 24 Stunden ist das Öl
matt aufgetrocknet.
Für besonders strapazierfähige Oberflächen eventuell leicht
zwischen schleifen, um die aufgerichteten Holzhäärchen abzubrechen,
und einmal "dünn" (evtl. nur mit Lappen) nachbehandeln.
Als Nachbehandlung
ist das
Hartöl- Spezial am Besten geeignet.
Der Verbrauch ist äußerst gering mit nur 20-25 ml /qm.
Spezial ist leicht filmbildend und kann samtglänzend aufpoliert
werden.
Es
ist als Finish entwickelt und bietet besonderen Schutz
sowohl gegen mechanische Belastung (Fußboden, Treppen etc) als
auch gegen Wasser
(Küchenarbeitsplatte etc).
Spezial dürfen Sie "dünn" beliebig häufig
wiederholen.
-> Geölte Oberflächen unbedingt die ersten Wochen schonen,
weder nass
reinigen noch stark beanspruchen. Eventuell nach 3- 6 Monaten einmal dünn nachölen, da Holz und
Korkoberflächen in den ersten Monaten u.U. stark
"nachsaugen".
Fehlerbehandlung:
Fehler entstehen durch mangelhafte Trocknung, i.d.R. verursacht
durch fehlenden Sauerstoff (Innenteile von Schränken, geschlossene
Fenster) bzw. durch "zuwenig" oder "zuviel" Ölauftrag.
Weitere Gründe können sein: zu geringe Verarbeitungstemperatur,
ungleiche Oberflächen, zu rauer Schliff, mangelnde Grundierung,
mangelnde Trocknung.
"Vergrauung" und stark Wasser-/ Schmutzziehende Flächen
sind ein Zeichen für zuwenig Öl,
oder aber falsche Reinigungsmittel wie Neutralseife, Schmierseife,
Haushaltsreiniger und/oder Microfaser.
Deshalb, wir empfehlen ausschließlich unsere Pflanzenseife plus
Bodenmilch.
>ZUWENIG, d.h. matte, wasserziehende Oberflächen,
Vergrauung
zunächst
reinigen und
schleifen. Danach mit Hartöl oder Holzöl neu "nass-in-nass"
ölen und
nach ca 15 Minuten den Überstand abnehmen!! Für Frischluft sorgen!
Unter Umständen Ventilator aufstellen.
>Mangelnde Abriebfestigkeit,
"Orangenhaut", Vergrauung.
Bei zu geringer Grundierung saugt das
Bindemittel der Endbeschichtung zu stark in den Untergrund; einige Harze, Pigmente und Wachse bleiben damit ungebunden in der
Oberfläche. Solche Flächen sind weder Wasser- noch Abriebfest,
sie vergrauen und sind schmutzanfällig. Auch hier mit Pflanzenseife
reinigen, mit Wasser neutralisieren, leicht anschleifen und danach
mit Hartöl "nass-in-nass" nacharbeiten - unbedingt nach
ca 15
Min den Überstand abnehmen!!
Nach Durchtrocknung ggfs. dünn mit Hartöl-Spezial schlussbehandeln. (Unter Umständen reicht die
alleinige Nacharbeitung mit Hartöl; wichtig ist es, Öl in den
Untergrund zu bringen). Für Frischluft
sorgen.
>ZUVIEL, d.h. mangelnde Trocknung, glänzende oder klebende Oberflächen
- stellenweise nur schwach glänzende Oberflächen unter Umständen
nur einmal mit Pflegeöl erneut dünn mit einem Lappen auftragen,
direkt mit einem Pad intensiv in allen Richtungen sehr gut
einmassieren. Im Anschluss mit Stofftuch, Ölsaugtuch oder Filzpad
die Oberfläche restlos trocken reiben.
Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für
Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
Wichtig ist das polieren längere Zeit mit einer Poliermaschine,
also nicht einmal drüber, sondern gut in allen Richtungen einmassieren.
>ZUVIEL,
d.h. scheckige, ungleichmäßige Oberflächen
Insbesondere gegen das Licht geschaut, findet man scheckige,
ungleichmäßig aufgesaugte Oberflächen. Ursache sind
ungleichmäßiger Auftrag, ungleichmäßiges Saugverhalten, kein
Überstand abgenommen. Der Fehler liegt im Erstauftrag. Ohne
Zwischentrocknung naß-in-naß arbeiten: oelen und sehr gut in allen
Richtungen das Oel ausstreichen, direkt Überstand abnehmen, erneut
dünn oelen und nach Möglichkeit mit Poliermaschine (weißes Pad)
längere Zeit gut aufpolieren.
Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für
Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
ALTERNATIV hat sich auch die Oelwäsche bewährt.
1.)) Pflegeöl auftragen und mit Schleifgitter 120er gut
aufpolieren (besser Schleifgitter als ein schwarzes Pad verwenden)
2.)) Überstand abnehmen und nach 20 -30 Min erneut Pflegeöl
auftragen und mit weißem Pad aufpolieren.
>
Behandlung Korkparkett
Kork hat
ein völlig anderes Saugverhalten und ist sehr unterschiedlich.
Erstauftrag SATT mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und in
allen Richtungen gut ausstreichen. Ausnahmsweise kein Überstand
aufnehmen. Nach Trocknung DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher
auftragen und in allen Richtungen gut ausstreichen. Überstand
aufnehmen.
Öle trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff! Deshalb
immer für reichlich Frischluft sorgen!
TROCKNUNG
IST EXTREM ABHÄNGIG VOM SAUERSTOFF-GEHALT UND DEN TEMPERATUREN
Das "Anziehen" der Imprägnierung dauert i.d.R. innerhalb eines
Gebäudes bei 20 C ca 15 -20 Minuten:
Außen gestrichen bei 25 -30 C kann die Trockenzeit bereits auf 5
Minuten reduziert, umgekehrt bei
niedrigem Sauerstoffgehalt (geschlossene Räume) und niedrigen
Temperaturen extrem lange.
Eine Behandlung mit Pad entwickelt Wärme und führt zur schnelleren
Trocknung.
INNERHALB DIESER TROCKNUNGSZEIT muss bei Hartöl, Grundieröl,
Holzöl, Objektöl und Hartwachsöl
der Überstand nach jeden Arbeitsgang mit einem Lappen (das nicht
aufgesogene Oel) abgenommen werden.
PROFI- ÖLE
Objektöl +++ Hartwachs- Öl
Profi - Öle
verhalten sich anders im Auftragen als die bekannten
Ölimprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl, Teaköl). Deshalb
beachten Sie hier unbedingt zuvor die Technischen Merkblätter. Die
Profi - Öle nur dünn auftragen, z.B. mit einer Mohairrolle, den Überstand gleichmäßig abnehmen,
sonst besteht die Gefahr der "Schlieren"- Bildung. Objektöl
bzw. Hartwachsöl
neigen weniger zum Kleben, d.h. ein nur sehr dünner Überstand trocknet auf.
Bei Schlieren oder ungleichmäßigen Auftrag ggfs. neu auftragen und
mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren.
Es empfiehlt sich die maschinelle Verarbeitung, Dünn auftragen mit
Rolle, nach ca. 15 Min. Überstand aufnehmen und mit grünem Pad
einmassieren. Nach 16 Std. erneut dünn auftragen und mit weißem
Pad polieren.
Bei der manuellen Verarbeitung sparsam mit Rolle auftragen und
anschließend länger und sehr gut mit Rolle vertreiben. Ebenfalls
gut trocknen lassen und nach ca. 16 Std. erneut dünn auftragen und
mit Rolle gut und gleichmäßig ausrollen.
Folgeschäden
> Spak,
Stockflecken, schwarze Stippen
Ursache ist eindringende Feuchtigkeit. Ursache beheben, (z.B.
undichtes Dach, Leitungsrohr etc abdichten) evt. mit Alkohol
Sporen bekämpfen. Holz abtrocknen lassen, schleifen und neu mit
Holzgrund, Naturöl außen oder Hartöl behandeln.
> Flecken
Leinos 930 Pflanzenseife stark konzentriert (1:5) anwenden (evtl. kurz
einwirken lassen) Geben Sie die Seife direkt auf ein
Scheuerschwämmchen und reinigen Sie in Maserrichtung. Mit klarem
Wasser mehrfach nachspülen und zuletzt trocken reiben.
> Kratzer
Leinos 245 Spezial einreiben und mit Scheuerschwämmchen oder
feinem Nassschleifpapier nass in Richtung der Holzmaserung einschleifen. (Den
entstehenden schmutzigen Überstand mit Lappen aufnehmen) Für matt
geölte Oberflächen kann 240 Hartöl verwendet werden.
> Vergrauung
Vergrauung entsteht durch zuwenig Öl. Entweder ist das Öl auf
Grund geringer Grundierung in den Untergrund gewandert, oder durch
falsche Reinigungsmittel abgenutzt worden. Oberfläche mit Leinos
930 reinigen, mit Wasser neutralisieren und trocken reiben.
Anschleifen und mit Leinos 245 Spezial nachbehandeln. Sehr matte,
ausgetrocknete Untergründe mit gröberem Papier anschleifen und
zunächst mit Leinos 240 Hartöl "nass-in-nass" grundieren.
> Ungleicher Glanzgrad
Manche Untergründe saugen das Öl unterschiedlich stark auf oder
(insbesondere Buche) saugt gerne nach einer Ruhephase erneut Öl
aus der Oberfläche nach. Gfs. kurz fein anschleifen und mit 245
Hartöl Spezial dünn nachbehandeln und gut ausstreichen.
> Schlierenbildung
Grundieröl, Hartöl und Holzöl können bei ungünstigen Untergründen
bei Blickrichtung gegen das Licht "Schlieren" bilden.
Oberfläche neu anschleifen und satt mit Ölimprägnierung "nass-in-nass"
behandeln, nach 20 Min. Überstand vollständig abnehmen.
Alternativ ist auch die Variante, nach dem anschleifen Objektöl
auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad
aufpolieren,
Beachten Sie, die Schlieren befinden sich im Untergrund, deshalb
verstärken alle weiteren Aufträge die Schlierenoptik, wenn nicht
das Hauptaugenmerk auf den Untergrund gelegt wird.
> Wachsflächen
Leinos 340 Flüssigwachs einreiben und nach 4- 12 Std. kräftig auspolieren
> Korkparkett
Korkparkett hat eine sehr große und unterschiedliche
Saugfähigkeit. Eine empfohlene Behandlung ist der dreifache
Auftrag mit 240 Hartöl. Nach dem 2en und 3ten Auftrag nach 20 Minuten den Überstand
vollflächig aufnehmen. Jeweils ca. 12 Stunden zwischentrocknen
lassen.
Neue Pinsel: vor Gebrauch
Pinsel heiß auswaschen;
Haarige Pinsel: über Schmirgelpapier ausstreifen.
Ein letzter Tipp: Naturmaterialien, egal ob Fußbodenverlegung, Holzbehandlung oder Wandanstriche verarbeitet man bei
Tageslicht.
Beleuchtung mit einer notdürftigen Glühbirne erschweren die
Arbeiten
und ... "gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit".
Alle Angaben
sind nur informativ! Vor jeder Anwendung müssen Vorversuche
durchgeführt werden. Rechtsgültige Angaben entnehmen Sie
ausschließlich den werkseigenen Angaben.
Technische Merkblätter
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